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KultusministeriumKultusministerium |
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| Ganztagsschule nach Maß |
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Eine Perspektive für die Zukunft. Das fordern nicht nur Schülerinnen und Schüler und wünschen sich mehr Unterstützung durch Lehrkräfte, Hilfe bei den Hausaufgaben sowie zusätzliche Herausforderungen fürs Lernen, individuelle Förderung und Beratung und eine abwechslungsreiche Betreuung auch am Nachmittag. Dass ihre Kinder gefördert und gefordert, bestmöglich ausgebildet werden, möchten die Eltern. Darüber hinaus erwarten sie verlässliche Öffnungszeiten der Schule und die Gewissheit, für ihre Kinder qualifizierte und qualifizierende Angebote gewählt zu haben. Lehrerinnen und Lehrer erhoffen sich durch eine größere Kontinuität ihres pädagogischen Handelns größere Erfolge in der Erziehung, der Wissensvermittlung und dem sozialem Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler. |
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Studien wie die internationale Schuluntersuchung PISA zeigen empirisch den Bedarf an individueller und ganzheitlicher Förderung auf. Unter anderem um den Schulerfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln, fordern Erziehungswissenschaftler den massiven Ausbau schulischer Betreuungs- und Ganztagsangebote. Abhängig vom sozialen Umfeld - in der Stadt anders als auf dem Land, je nach Einkommenslage, Bildungsnähe der sozialen Schicht und bereits vorhandenen kommunalen Angeboten - werden im gesellschaftlichen Diskurs immer stärker klassisch familiäre Erziehungsaufgaben der Schule zugewiesen. |
| Das Land Hessen engagiert sich zurzeit mit mehr als 32 Millionen Euro jährlich im Ausbau der schulischen Ganztagsangebote. Schritt für Schritt werden mit dem "Ganztagsprogramm nach Maß" Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung sowie offenen und gebundenen Bildungs- und Betreuungsangeboten am Nachmittag geschaffen. Der Umfang orientiert sich am jeweiligen Bedarf in den hessischen Städten und Landkreisen. Hohe Bedeutung kommt der engen Kooperation vor Ort mit den Schulträgern, Einrichtungen der Jugendhilfe und ansässigen Musikschulen, Sport-, Förder- und sonstigen Vereinen zu. |
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Der Ausbau einer bisherigen Halbtags- zu einer Ganztagsschule geschieht freiwillig. Die Schulträger beantragen nach Beschlussfassung der Mitbestimmungsorgane der einzelnen Schule - Schülervertretung, Schulelternbeirat, Gesamtkonferenz, Schulkonferenz - die Aufnahme in das "Ganztagsprogramm nach Maß".
Im Schuljahr 2004/2005 verfügen in Hessen 290 Schulen über ein Ganztagsangebot. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Jahr 1999 mehr als verdoppelt. Das Land stellt gegenwärtig rund 710 Stellen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal im Ganztagsbereich zur Verfügung. Diese Verstärkung gibt den Schulen die Möglichkeit, den Regelunterricht erweiternde und ergänzende inhaltliche Angebote, etwa in Form von Arbeitsgemeinschaften und Projekten, zu unterbreiten. Formen freier Arbeit können in die verschiedenen Fächer einbezogen werden. Der Tagesablauf kann im sinnvollen Wechsel geistig und körperlich anstrengender Phasen rhythmisiert werden. Schülerinnen und Schüler bekommen Förderkurse, Hausaufgabenbetreuung, therapeutische Angebote zum Beispiel bei Hyperaktivität, Legasthenie, Dyskalkulie sowie freiwillige und verpflichtende Sport- und Freizeitaktivitäten, individuelle Beratung und Gelegenheiten zum sozialen Lernen geboten. Die begleitete Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und außerschulischen Bildungsangeboten wird möglich. |
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Ihre pädagogischen Konzepte entwickeln in Hessen die Schulen selbst. Klare Vorstellungen und Zielvereinbarungen im Schulprogramm, der Nachweis von Know-how in der Betreuung vor und nach dem Unterricht sowie die Kooperation mit Eltern, Schulträger und außerschulischen Partnern sind Voraussetzungen für die Aufnahme in das "Ganztagsprogramm nach Maß". |
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Schulaufsicht und Schulträger bestätigen den Bedarf und die Dringlichkeit eines solchen Angebots an der jeweiligen Schule.
Bauliche Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb von Schulen, etwa die Einrichtung einer Mensa, einer Cafeteria und einer Bibliothek sowie die Schaffung altersgemäßer Aufenthalts-, Spiel- und Ruhemöglichkeiten, übernimmt der jeweilige Schulträger. Zuschüsse zum Ausbau der regional vorhandenen Infrastruktur stellt das "Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung" (IZBB) des Bundes zur Verfügung. Von bundesweit 4 Milliarden Euro stehen für Hessen mehr als 270 Millionen Euro für die Haushaltsjahre 2003 bis 2007 bereit. |
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So haben Schulen in Hessen derzeit mit der Nutzung der Förderprogramme zur personellen und baulichen Ausstattung von Ganztagsschulen die Chance, maßgenau zugeschnitten auf die Wünsche und Bedürfnisse ihres Einzugsgebiets, ihrer Schüler, Eltern und Lehrer einzugehen und damit zur einer Qualitätsverbesserung des Bildungssystems beizutragen, die neben einer gesellschaftlichen auch eine wirtschaftlichen Dimension besitzt. So hat Hessen mit den übrigen Bundesländern in der Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zum IZBB-Programm festgehalten: "Durch eine frühzeitige und individuelle Förderung aller Potenziale in der Schule wird ein entscheidender Beitrag für eine gute Qualifizierung für die zukünftige Erwerbsarbeit geleistet. Dadurch kann der steigende Bedarf an qualifizierten Berufseinsteigern und Studierenden besser gedeckt werden." |
| Quelle: |
| http://www2.hessisches-kultusministerium.de/default.asp?URL=http%3A//www2.hessisches-kultusministerium.de/cms/broker.asp%3FSeitenID%3D%7B7655C058-F1AB-4E8D-99F8-E165F0CF9A3A%7D |
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